8th April 2009

Samba & Salsa – Karneval auf den Kanaren

2004-09-10 09:29:24
Das Thermometer zeigt an die 20 Grad Celsius. Heiße Samba- und Salsarythmen durchtönen die Nacht in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz. An den Ständen rund um die Plaza de Espana gibt es allerlei Exotisches zum Genießen. Zur gleichen Zeit wird der Parque de Santa Catalina in Gran Canarias Hauptstadt Las Palmas zur riesigen Freilicht-Discothek bei einer der zahlreichen „Mogollones“, Veranstaltungen mit Merengue- Rumba- und Congatanz und ebenso karibischen, afrobrasilianischen Klängen. Lateinamerikanisches Kamevalstreiben auf den Strassen von Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas de Gran Canaria und – wenn auch in bescheideneren Ausmaßen auf La Palma, Lanzarote und Fuerteventura – sorgen dafür, dass der Karneval auf den Kanaren zu den berühmtesten in ganz Spanien gehört. Auf dem Festland erreicht lediglich der Karneval von Cádiz diese Popularität.

Feiern in Sta. Cruz de la Palma.
Foto: Tourspain

Auf die Kanaren kam der Karneval in seiner dort heute gefeierten Form wohl vor allem durch die Rückkehrer aus den Kolonien. So erinnern nicht nur die Musik, sondem auch die prachtvollen Kostüme während der Umzüge und den zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben an Rio. Aber bei aller Musik und Tanz und bunter Pracht fehlt auch auf den Kanaren nicht die Satire und Kritik an Politikern, der Gesellschaft oder den alltäglichen Dingen des Lebens. So üben die Canarios einerseits anhand ihrer einfallsreichen Kostümierung Kritik an den Geschehnissen des vergangenen Jahres oder aktuellen Themen, andererseits sorgen die „Murgas“, Gesangsgruppen, die insbesondere auf Gran Canaria gemeinsam mit den „Comparsas“, den prachtvoll ausstaffierten Tanzgruppen, das Kamevalsgeschehen bestimmen, für satirische und kritische Töne.

Bereits zu Zeiten der Katholischen Könige gab es wohl den Brauch, sich an bestimmten Tagen im Jahr zu verkleiden, um auf öffentlichen Plätzen Kritik üben zu können. 1523 erließ König Carlos I ein Gesetz, nach dem Verkleidungen und Maskeraden aller Art verboten wurden und auch sein Sohn, Felipe II. verbot Masken. Erst Felipe V. ließ die Pracht der Masken wieder aufleben. Es waren vor allem venezianische und genuesische Kaufleute, die die Mode der Maskenbälle nach Spanien brachten. Die an Lateinamerika erinnernde Pracht des kanarischen Karnevals schließlich brachten die Rückkehrer aus den einstigen Kolonien mit. Noch heute erinnert auf La Palma am Rosenmontag die „Ankunft der Indianos“ im Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz an sie. Mit Schiffen legen sie an und dann ziehen Hunderte von weißgekleideten „Kolonialherren“ mit Strohhüten, begleitet von Papageien und ihren Mulattinnen, untermalt von tropischen Klängen durch die Strassen der Stadt.

Folklore auf Gran Canaria.
Foto: Tourspain

Der bekannteste Karneval der Kanaren und ganz Spaniens ist der auf Teneriffa, in der Hauptstadt Santa Cruz, wo er besonders in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts seine Glanzzeit erlebte. Seit damals kamen und kommen Jahr für Jahr mehr Besucher vom Festland und aus dem Ausland, um das Spektakel wie in der Karibik oder Brasilien, jedoch nur wenige Flugstunden entfernt zu erleben. Gleich nach dem Bürgerkrieg wurden bereits in den 40er Jahren wieder Maskenbälle – die ersten gab es 1851 – veranstaltet. Auf Gran Canaria dagegen wurde vom Bürgerkrieg an bis in die 70er Jahre keine Kamevalsveranstaltung mehr gefeiert.

Auf den Kanareninseln steht der Karneval unter einem jährlich wechselnden Motto. So lautet das diesjährige Karnevalsthema auf Gran Canaria „Memorias de Africa“. Auf einer rund 1.000 Quadratmeter grossen Fläche werden im Parque Santa Catalina Erinnerungen an das nahe gelegene Afrika wach. Mittelpunkt ist die 20 Meter hohe Skulptur eines afrikanischen Kriegers. Der Bildhauer und Gestalter Alberto Trujillo hat fünf verschiedene Szenarien Afrikas geschaffen: die afrikanische Savanne, die Tierwelt, der Dschungel, die Architektur und die Kunst des afrikanischen Kontinents. Seit 1995 ist der Künstler mit der Dekoration des kamevalistischen Schauplatzes beauftragt. Der Karneval von Sta. Cruz de Tenerife ist im Jahr 2004 eine Hommage an die Sängerin Celia Cruz. Die im vergangenen Jahr verstorbene Salsa-Königin hatte den Karneval entscheidend mitgeprägt. 1987 verführten ihre Lieder eine Gruppe von 250.000 Menschen zum Tanzen; ein Rekord, der mit einem Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde belohnt wurde. Ihr legendärer Zuruf „Azúcar“, um dem Publikum einzuheizen, wurde für das Jahr 2004 zum Karnevalsmotto auserkoren. In Puerto de la Cruz wurden die kreativen Karnevalisten von Jules Vernes inspiriert. Dort lautet das Motto „20.000 Meilen unter dem Meer“.

Strandvergnügen auf Gran Ganaria.
Foto: Tourspain

Einer der Höhepunkte des Karnevals ist auf Teneriffa und Gran Canaria, wie auf nahezu allen Kanareninseln, die Wahl der Karnevalskönigin. Auf Gran Canaria wird alljährlich neben der Königin auch eine „Drag-Queen“ gewählt, ein Spektakel, das zu den außergewöhnlichsten des Karnevals auf der Insel gehört. Auch die Travestie spielte und spielt in der Geschichte des Karnevals seit Jahrhunderten, nicht nur in Spanien eine bedeutende Rolle, eine Tatsache, die insbesondere den Kirchenobersten stets ein Dorn im Auge war. So gibt es im Archiv von Santa Cruz de Tenerife noch das Dokument eines Ediktes aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, dass Verkleidungen, die das Geschlecht veränderten, verbot.

Die Königin und auf Gran Canaria auch die Drag Queen sind es, die auf allen prachtvollen Umzügen, vom Eröffnungskorso bis zur „Apotheose“ und den großen Umzügen die absoluten Höhepunkte des Karnevals darstellen. Die jeweiligen Umzüge finden je nach Stadt und Insel an teilweise unterschiedlichen Tagen statt. Prachtvolle Umzüge gibt es in Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas auf Gran Canaria, in Santa Cruz de La Palma, in Arecife und Puerto del Carmen und Playa Blanca auf Lanzarote und in Puerto del Rosario und Corralejo auf Fuerteventura. Rund fünf Stunden dauert der große Umzug in Santa Cruz de Tenerife und mehr als 20.000 kostümierte Karnevalsaktivisten nehmen teil. Die Bürger von Las Palmas, Murgas und Comparsas, geschmückte Wagen, Autos, und viele sich spontan dazu kostümierte Gruppen ziehen auf rund sieben Kilometern an rund 200 000 Zuschauern vorbei durch ihre Stadt.

Ein Spektakel nicht minderer Art ist das grosse „Begräbnis der Sardine“, das das Ende der Karnevalstage, die auf den Kanaren traditionell bis zum Sonntag nach dem eigentlichen Kamevalswochenende dauern, einläutet. Ein riesiger Pappmaché-Fisch wird vom Parque San Telmo in Las Palmas aus in einem reich geschmückten und ausgelassenen „Trauerzug“ bis an den berühmtesten Stadtstrand, die Playa de las Canteras, gebracht, und dort unter Musik und Feuerwerk „begraben“.

Auf Gran Canaria sehenswert ist außerdem der Wettbewerb des Bodypainting. Die Modelle, die ihren Körper in allen Farben und Formen bemalen lassen, verwandeln sich in sehenswerte, lebende Kunstwerke. Für Besucher und Einwohner ebenfalls eine beliebte Aktivität ist der Wettbewerb um den schönsten kamevalistisch dekorierten Laden oder Freizeitbereich. Auf Teneriffa schliesslich explodiert die Sardine nach einem seltsamen Trauerzug mit als Papst, Mönchen und Nonnen verkleideten Karnevalsaktivisten, die unter Tränen und Wehklagen vom süssen, exzessiven Leben Abschied nehmen.

Quelle: FVA Spanien / pairola-media

© 2007 traviamagazin.de

posted in Karneval | 0 Comments

17th Januar 2009

Karneval auf Gran Canaria

 

Image

Feiernde Jecken auf Gran Canaria. Foto: Turespana

Auch für Las Palmas de Gran Canaria ist der Karneval das wichtigste Fest im Jahr. Drei Wochen lang, vom 6. Februar bis zum 28. Februar, verliert die Hauptstadt von Gran Canaria ihren Alltagsanstrich, verkleidet sich und hört nicht auf, zu tanzen und sich zu vergnügen. Der atlantische und kosmopolitische Charakter von Gran Canaria ist der ideale Hintergrund für ein Fest, das von Kostümierung, Lustbarkeiten, Spaß und Toleranz geprägt ist.  

Die Karnevalsfeierlichkeiten 2009 sind in der Welt der Piraten angesiedelt. Ein Meer von Abenteuern und verborgenen Schätzen wartet auf die Faschingsbegeisterten im Park Santa Catalina, wo sich die wichtigsten Veranstaltungen abspielen.  Touristen und Einheimische werden in einem Klima von Freiheit zu Seeräubern, Korsaren, Bukaniern, Piraten, Freibeutern und Helden, um im großen Ozean der Abenteuer, der die ganze Stadt erfasst, zu versinken.

Quelle: Turespana / bearbeitet von pairola-media

Last Updated ( 17.01.09 )

posted in Karneval | Kommentare deaktiviert für Karneval auf Gran Canaria

15th Januar 2009

Karneval auf den Kanaren

Tausende Besucher reisen Jahr für Jahr auf die Kanaren, um bei diesem Fest mitzufeiern, das keine Grenzen und nur eine Pflicht kennt: Spaß zu haben.

 

Image

Buntes Treiben auf Teneriffa. Foto: Turespana

Teneriffa:
Heiße Rhythmen, Farbe, Charme, Glitzern und natürlich eine tolle Show. So präsentiert sich der Karneval in Santa Cruz de Tenerife als der „brasilianischste“ Fasching, der in Spanien gefeiert wird. International ist er einer der beliebtesten der ganzen Welt. Zwei Wochen ununterbrochenes Vergnügen, Freiheit und Phantasie, die die Straßen der kanarischen Stadt erfüllen. In diesem Jahr findet die „tolle“ Zeit vom 18. Februar bis zum 1. März statt. Motto des Karnevals ist der „Horrorfilm“.
 

Einer der Höhepunkte ist die Gala zur Wahl der Festkönigin, die für gewöhnlich am Mittwoch der ersten Festwoche stattfindet. Zu diesem spektakulären Wettbewerb wird nicht an Glamour gespart. Die Kandidatinnen defilieren auf einer 1 200 m² großen Bühne und präsentieren phantastisch aufgeputzte Gewänder, die oft über hundert Kilogramm wiegen. Nach der Wahl der Königin folgt am Freitag der Karnevalszug zur Eröffnung der Feierlichkeiten. Tausende Kostümierte und Dutzende Musikgruppen füllen über Stunden die Straßen und bilden eine farbenfrohe Schlange voll überschäumender Freude. Während der drei darauf folgenden Tage stehen Musik und Spaß in der ganzen Stadt an erster Stelle. Die Darbietungen der zahlreichen Karnevalsvereine sind ein Spiegel der sozialen und politischen Situation, die in den bissigen Liedertexten zum Ausdruck kommt.

 

Image

Tanz auf den Straßen. Foto: Turespana

Der Abschluss des Freudenfestes ist der Karnevalsdienstag. Der Umzug „Desfile del Coso“ überrascht und begeistert jeden, der daran teilnimmt. Am nächsten Tag bildet das „Begräbnis der Sardine“ den endgültigen Schlusspunkt des Festes. Der in einer Sardine verkörperte Geist des Karnevals fährt in einer Kutsche durch die Straßen und geht schließlich umgeben von einer untröstlichen, laut weinenden Witwer- und Witwenschar in Flammen auf. Der offizielle Schlussstrich ist jedoch die am darauf folgenden Wochenende stattfindende Piñata Chica, die den Karneval mit Aufführungen, Straßenfesten und Umzügen verabschiedet. Wer den Karneval von Santa Cruz de Tenerife kennen lernen möchten, sollte frühzeitig mit der Planung beginnen. Die ohnehin große Nachfrage nach diesem Reiseziel, das aufgrund seiner privilegierten Lage das ganze Jahr über Sonne und Strand zu bieten hat, steigt zu dieser Jahreszeit noch an.  

Teneriffa – Karnevalskalender 2009
18.Februar: Feierliche Wahl der Königin des Karnevals 2009.
20.Februar: Umzug als Auftakt zum Karneval.
24.Februar: „Coso“ Grosser Karnevalsumzug (16:00 Uhr)
25.Februar: Bestattung der Sardine.
1.März: Ende des Karnevals 2009
www.carnavaltenerife.com

Quelle: Oficina espanola de turismo / bearbeitet von pairola-media

Last Updated ( 14.01.09 )

posted in Karneval | 0 Comments

28th Dezember 2008

das Yumbo – Einkaufs- und Freizeitcenter

Das YUMBO gehört zu den grössten und bekanntesten Einkaufs- und Freizeitcenter auf Gran Canaria. Über 200 Geschäfte, Pubs und Bars, Service- und Dienstleistungsunternehmen sowie die vielen kleinen Stände der „fliegenden Händler“ bieten dem Besucher ein internationales Ambiente. Neben Waren des täglichen Bedarf finden Sie im YUMBO eine grosse Auswahl an Mode, Schmuck, Accessoires und Elektrowaren. Bei den Restaurants zeigt sich die Vielzahl der vertretenen Nationen sehr deutlich. Genauso wie die vielen individuell eingerichteten und detailverliebten Bars zum Bierchen oder Cocktail einladen. Viele kleine und ganz große Attraktionen finden ganzjährig im YUMBO statt. Der bekannte Karneval Maspalomas verwandelt das YUMBO jedes Frühjahr zur Hochburg des neckischen Treibens. Aber eigentlich geht’s im YUMBO immer bunt zu …

Wer im YUMBO Essen gehen möchte, hat die Qual der Wahl. Aber die Woche hat ja bekanntlich sieben Tage. Für jeden Tag und für jeden Geschmack findet sich die ideale Küche. Vom kleinen Imbiss für Zwischendurch bis hin zum exquisiten Menü. Vom Chinesen über Italiener, Inder, Spanier bis hin zur deutschen, englischen, belgischen oder dänischen Küche.

Auf Gran Canaria sind viele Waren und Luxusgüter auf Grund der besonderen Steuervorteile oft wesentlich günstiger als in Ihren Heimatland. Ein Einkaufsbummel lohnt sich daher in den meisten Fällen. Egal ob für Sie selbst oder ob für Ihre Lieben zu Hause. In unserer Rubrik „Angebote“ finden Sie häufig Angebote von unseren renommierten Geschäften im YUMBO.

Die Bars & Pubs im YUMBO sind weit über die Grenzen des kanarischen Archipels hinaus bekannt. Viele Bars sind von ihren meist homosexuellen Betreibern liebevoll eingerichtet und jede Bar ist auf die eigene Art etwas Besonderes. Einige Bars öffnen schon am frühen Nachmittag, andere in der Regel zwischen 19:00 und 20:00 Uhr. Auf den Terrassen der Bars läßt sich vorzüglich ein Bierchen, Sangria oder ein leckerer Cocktail genießen und das bunte Treiben auf dem „Catwalk“ beobachten.

Flippern, Billard spielen, daddeln, Formel-1 fahren, den Bullen reiten oder Bungee-Trampolin springen. Für Groß und Klein bietet das YUMBO jede Menge Freizeitspaß. Der neueste Freizeitspaß im YUMBO ist schon von weiten sichtbar. Im „Skyrider“ werden Sie in einer Kugel 70 Meter in Richtung Mond katapultiert.

weitere Infos: www.cc-yumbo.com

posted in Diskotheken, Essen & Trinken, Gastronomie, Gay, Karneval, Playa del Inglés, Shopping | 0 Comments

23rd Dezember 2008

Karneval auf Gran Canaria

 

 

Samba & Salsa – Karneval auf den Kanaren
2004-09-10 09:29:24
Das Thermometer zeigt an die 20 Grad Celsius. Heiße Samba- und Salsarythmen durchtönen die Nacht in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz. An den Ständen rund um die Plaza de Espana gibt es allerlei Exotisches zum Genießen. Zur gleichen Zeit wird der Parque de Santa Catalina in Gran Canarias Hauptstadt Las Palmas zur riesigen Freilicht-Discothek bei einer der zahlreichen „Mogollones“, Veranstaltungen mit Merengue- Rumba- und Congatanz und ebenso karibischen, afrobrasilianischen Klängen. Lateinamerikanisches Kamevalstreiben auf den Strassen von Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas de Gran Canaria und – wenn auch in bescheideneren Ausmaßen auf La Palma, Lanzarote und Fuerteventura – sorgen dafür, dass der Karneval auf den Kanaren zu den berühmtesten in ganz Spanien gehört. Auf dem Festland erreicht lediglich der Karneval von Cádiz diese Popularität.

Feiern in Sta. Cruz de la Palma.
Foto: Tourspain

Auf die Kanaren kam der Karneval in seiner dort heute gefeierten Form wohl vor allem durch die Rückkehrer aus den Kolonien. So erinnern nicht nur die Musik, sondem auch die prachtvollen Kostüme während der Umzüge und den zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben an Rio. Aber bei aller Musik und Tanz und bunter Pracht fehlt auch auf den Kanaren nicht die Satire und Kritik an Politikern, der Gesellschaft oder den alltäglichen Dingen des Lebens. So üben die Canarios einerseits anhand ihrer einfallsreichen Kostümierung Kritik an den Geschehnissen des vergangenen Jahres oder aktuellen Themen, andererseits sorgen die „Murgas“, Gesangsgruppen, die insbesondere auf Gran Canaria gemeinsam mit den „Comparsas“, den prachtvoll ausstaffierten Tanzgruppen, das Kamevalsgeschehen bestimmen, für satirische und kritische Töne.

Bereits zu Zeiten der Katholischen Könige gab es wohl den Brauch, sich an bestimmten Tagen im Jahr zu verkleiden, um auf öffentlichen Plätzen Kritik üben zu können. 1523 erließ König Carlos I ein Gesetz, nach dem Verkleidungen und Maskeraden aller Art verboten wurden und auch sein Sohn, Felipe II. verbot Masken. Erst Felipe V. ließ die Pracht der Masken wieder aufleben. Es waren vor allem venezianische und genuesische Kaufleute, die die Mode der Maskenbälle nach Spanien brachten. Die an Lateinamerika erinnernde Pracht des kanarischen Karnevals schließlich brachten die Rückkehrer aus den einstigen Kolonien mit. Noch heute erinnert auf La Palma am Rosenmontag die „Ankunft der Indianos“ im Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz an sie. Mit Schiffen legen sie an und dann ziehen Hunderte von weißgekleideten „Kolonialherren“ mit Strohhüten, begleitet von Papageien und ihren Mulattinnen, untermalt von tropischen Klängen durch die Strassen der Stadt.

Folklore auf Gran Canaria.
Foto: Tourspain

Der bekannteste Karneval der Kanaren und ganz Spaniens ist der auf Teneriffa, in der Hauptstadt Santa Cruz, wo er besonders in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts seine Glanzzeit erlebte. Seit damals kamen und kommen Jahr für Jahr mehr Besucher vom Festland und aus dem Ausland, um das Spektakel wie in der Karibik oder Brasilien, jedoch nur wenige Flugstunden entfernt zu erleben. Gleich nach dem Bürgerkrieg wurden bereits in den 40er Jahren wieder Maskenbälle – die ersten gab es 1851 – veranstaltet. Auf Gran Canaria dagegen wurde vom Bürgerkrieg an bis in die 70er Jahre keine Kamevalsveranstaltung mehr gefeiert.

Auf den Kanareninseln steht der Karneval unter einem jährlich wechselnden Motto. So lautet das diesjährige Karnevalsthema auf Gran Canaria „Memorias de Africa“. Auf einer rund 1.000 Quadratmeter grossen Fläche werden im Parque Santa Catalina Erinnerungen an das nahe gelegene Afrika wach. Mittelpunkt ist die 20 Meter hohe Skulptur eines afrikanischen Kriegers. Der Bildhauer und Gestalter Alberto Trujillo hat fünf verschiedene Szenarien Afrikas geschaffen: die afrikanische Savanne, die Tierwelt, der Dschungel, die Architektur und die Kunst des afrikanischen Kontinents. Seit 1995 ist der Künstler mit der Dekoration des kamevalistischen Schauplatzes beauftragt. Der Karneval von Sta. Cruz de Tenerife ist im Jahr 2004 eine Hommage an die Sängerin Celia Cruz. Die im vergangenen Jahr verstorbene Salsa-Königin hatte den Karneval entscheidend mitgeprägt. 1987 verführten ihre Lieder eine Gruppe von 250.000 Menschen zum Tanzen; ein Rekord, der mit einem Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde belohnt wurde. Ihr legendärer Zuruf „Azúcar“, um dem Publikum einzuheizen, wurde für das Jahr 2004 zum Karnevalsmotto auserkoren. In Puerto de la Cruz wurden die kreativen Karnevalisten von Jules Vernes inspiriert. Dort lautet das Motto „20.000 Meilen unter dem Meer“.

Strandvergnügen auf Gran Ganaria.
Foto: Tourspain

Einer der Höhepunkte des Karnevals ist auf Teneriffa und Gran Canaria, wie auf nahezu allen Kanareninseln, die Wahl der Karnevalskönigin. Auf Gran Canaria wird alljährlich neben der Königin auch eine „Drag-Queen“ gewählt, ein Spektakel, das zu den außergewöhnlichsten des Karnevals auf der Insel gehört. Auch die Travestie spielte und spielt in der Geschichte des Karnevals seit Jahrhunderten, nicht nur in Spanien eine bedeutende Rolle, eine Tatsache, die insbesondere den Kirchenobersten stets ein Dorn im Auge war. So gibt es im Archiv von Santa Cruz de Tenerife noch das Dokument eines Ediktes aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, dass Verkleidungen, die das Geschlecht veränderten, verbot.

Die Königin und auf Gran Canaria auch die Drag Queen sind es, die auf allen prachtvollen Umzügen, vom Eröffnungskorso bis zur „Apotheose“ und den großen Umzügen die absoluten Höhepunkte des Karnevals darstellen. Die jeweiligen Umzüge finden je nach Stadt und Insel an teilweise unterschiedlichen Tagen statt. Prachtvolle Umzüge gibt es in Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas auf Gran Canaria, in Santa Cruz de La Palma, in Arecife und Puerto del Carmen und Playa Blanca auf Lanzarote und in Puerto del Rosario und Corralejo auf Fuerteventura. Rund fünf Stunden dauert der große Umzug in Santa Cruz de Tenerife und mehr als 20.000 kostümierte Karnevalsaktivisten nehmen teil. Die Bürger von Las Palmas, Murgas und Comparsas, geschmückte Wagen, Autos, und viele sich spontan dazu kostümierte Gruppen ziehen auf rund sieben Kilometern an rund 200 000 Zuschauern vorbei durch ihre Stadt.

Ein Spektakel nicht minderer Art ist das grosse „Begräbnis der Sardine“, das das Ende der Karnevalstage, die auf den Kanaren traditionell bis zum Sonntag nach dem eigentlichen Kamevalswochenende dauern, einläutet. Ein riesiger Pappmaché-Fisch wird vom Parque San Telmo in Las Palmas aus in einem reich geschmückten und ausgelassenen „Trauerzug“ bis an den berühmtesten Stadtstrand, die Playa de las Canteras, gebracht, und dort unter Musik und Feuerwerk „begraben“.

Auf Gran Canaria sehenswert ist außerdem der Wettbewerb des Bodypainting. Die Modelle, die ihren Körper in allen Farben und Formen bemalen lassen, verwandeln sich in sehenswerte, lebende Kunstwerke. Für Besucher und Einwohner ebenfalls eine beliebte Aktivität ist der Wettbewerb um den schönsten kamevalistisch dekorierten Laden oder Freizeitbereich. Auf Teneriffa schliesslich explodiert die Sardine nach einem seltsamen Trauerzug mit als Papst, Mönchen und Nonnen verkleideten Karnevalsaktivisten, die unter Tränen und Wehklagen vom süssen, exzessiven Leben Abschied nehmen.

Quelle: FVA Spanien /

© 2007 traviamagazin.de

posted in Folklore, Karneval | 0 Comments

22nd Dezember 2008

Gran Canaria Carnival 2008, Playa Del Ingles

posted in Karneval | 0 Comments

  • Gran Canaria ist der Inbegriff unbeschwerter Badefreuden. Die fast kreisrunde Hauptinsel der Kanaren – vor der Küste Nordwestafrikas gelegen – lockt das ganze Jahr über mit frühlingshaft milden Luft- und Wassertemperaturen. Aber Gran Canaria hat noch mehr zu bieten als Sonne, Sand und Reiserummel. Ein wenig entfernt von den belebten Stränden des Südens offenbart sich eine noch größtenteils ursprüngliche Inselwelt: An den Hängen der Täler leuchten weiß die kleinen Dörfer, deren Häuser mit kunstvoll geschnitzten Balkonen ausgestattet sind. Und zu den farbenprächtigen überschwenglichen Patronatsfesten und Prozessionen in den Dörfern sind Gäste stets willkommen. Auf unseren spezial-gran-canaria Seiten haben Sie die Wahl zwischen günstigen Charterflügen-Lastminute-Pauschal und Katalogreisen nach Gran-Canaria mit Bestpreisgarantie. Außerdem bieten wir Ihnen die aktuellen Angebote von Alltours, Neckermann und Schauinsland-Reisen nach Gran Canaria auf jeweils eigenen Veranstalter-Restplatzbörsen an.. Ihre Reise-Hotline berät Sie gerne und umfangreich zu Ihren Reisefragen. Nutzen Sie unser freundliches Service Team für Ihre persönlichen Reisewünsche. Günstige Reise wählen, buchen und bares Geld sparen.

    Pagerank Ranking-Kostenlos - Pagerank Anzeige ohne ToolbarSuchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits www.pagerank-expert.de - Pagerank Anzeige ohne Toolbarlaal.de - Pagerank Anzeige ohne ToolbarChirca.it - PagerankGoogle™-Pagerank™-Anzeige - ranking.klick4views.comZUUK.DE Kostenloser PageRank Service im Internet - Pagerank Anzeige ohne ToolbarLerchendal.org - Pagerank Anzeige ohne ToolbarVegaconcept.net  - Pagerank Anzeige ohne Toolbarwww.180hits.de - Pagerank Anzeige ohne Toolbarpagerank-bsx.de - Pagerank Anzeige ohne ToolbarPageRank service www.visual-pagerank.frwww.p-rank.org - Pagerank Anzeige ohne Toolbar bidi65.com - Pagerank Anzeige ohne ToolbarPagerank by wdup Webdesign und Promotion - Pagerank Anzeige ohne Toolbaraiyoo.de - Pagerank Anzeige ohne ToolbarSuchmaschinenoptimierung mit Pagerankstar.netPagerankpagerank.promotion-booster.de - Pagerank Anzeige ohne Toolbartop-pr.de / Webservice - Pagerank Anzeige ohne ToolbarRankXL.de - Pagerank Anzeige ohne ToolbarTop-Pagerank.biz - Pagerank Anzeige ohne Toolbarpagerank.4ch.ch - Schweizer Pagerank Anzeige 4ch.ch; border=
  • Ihre Gran Canaria Hotline

    Dezember 2017
    M D M D F S S
    « Sep    
     123
    45678910
    11121314151617
    18192021222324
    25262728293031