3rd August 2009

die Insel entdecken: Arucas

Im Norden von Gran Canaria, 17 Kilometer von der Hauptstadt Las Palmas entfernt liegt in einem fruchtbaren Tal die Stadt Arucas. Sie ist nach Las Palmas und Telde mit über 20.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Insel. Mit zwei alles überragenden Wahrzeichen ist Arucas schon von weitem zu sehen: Der Hausberg „Montaña de Arucas“ mit seinen 412 Metern über dem Meeresspiegel ragt im Norden in die Höhe und die dunklen Vulkansteintürme der Kirche San Juan Bautista erleichtern den Besuchern den Weg ins Stadtzentrum. Das Umland von Arucas ist eine der wasserreichsten Gegenden auf Gran Canaria.

Geschichte Dieser Teil der Insel war schon in vorspanischer Zeit besiedelt. Die Altkanarier nannten den Ort „Arehucas“ von dem die Eroberer den heutigen Stadtnamen ableiteten. Die Siedlung der Ureinwohner, den Guanchen wurde bei einem Feldzug der kastilischen Konqistadoren 1479 verwüstet. Am Fuße des „Montaña de Arucas“ fand 1481 die zweite und entscheidende Schlacht statt. Hier versammelten sich die kastilischen Truppen unter Pedro de Vera und die Guanchen unter ihrem Anführer Doramas. Die Oberhoheit aus Telde forderte, um eine Schlacht zu vermeiden, Pedro de Vera zu einem Zweikampf auf. Dieser schickte aber seinen Offizier Juan de Hoces, den Doramas mit seinem Speer tötete. Daraufhin griff Pedro de Vera zu Pferd den zu Fuß kämpfenden Doramas an und streckte ihn mit einem Lanzenstich nieder. Doramas, der diesen ungleichen Kampf überlebte, ergab sich, erlag aber kurze Zeit später seinen Verletzungen. Den Kampf verloren die Guanchen gegen dikastilische Übermacht. Die überlebenden Altkanarier zogen sich in die Berge im Inselzentrum zurück.

Die Neugründung der Stadt Arucas durch die spanischen Kolonialherren erfolgte 1505. Nun wurden auch die Land- und Wassernutzungsrechte an die adligen Spanier vergeben. Sie galten als Auszeichnung für die erfolgreiche Unterstützung bei der Eroberung der Insel Gran Canaria. Die neuen Herren setzten zunächst auf den Anbau von Zuckerrohr. Aber schon im 17. Jahrhundert war diese Form der Landwirtschaft nicht mehr rentabel, da die billigere Konkurrenz aus der Karibik die Märkte eroberte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Bananenkultivierung wichtigster Wirtschaftsfaktor in der Region. Diese Monokultur bescherte einige Jahrzehnte hindurch Wohlstand. Seit Beginn der achtziger Jahre wurde ein Teil der Bananenplantagen aufgegeben. Auf diesen Feldern werden heute neben Obst und Gemüse vor allem Blumen angebaut. Auch Zuckerrohrfelder sieht man noch vereinzelt in der Umgebung von Arucas. Die Erträge reichen aber nur noch für den Eigenbedarf. Das Zuckerrohr, das die in Arucas ansässige Rumfabrik für ihre Produktion benötigt, wird zum größten Teil importiert.

Ein Stadtrundgang Durch die Straßen Leon y Castillo und Gourie gelangt man zur riesigen Kirche „Iglesia de San Juan Bautista“. Wegen ihrer Größe und der neugotischen Bauweise wird die Johannes dem Täufer geweihte Kirche häufig und fälschlicherweise als Kathedrale bezeichnet. Mit dem Bau wurde 1909 begonnen, die erste Messe konnte 1917 gelesen werden. Der letzte der vier Türme wurde jedoch erst Ende der siebziger Jahre fertiggestellt. Als Baumaterial diente der in der Region vorkommende Basalt (Piedra azul). Gegen Witterungseinflüsse soll er besonders widerstandsfähig sein, doch ist er nicht leicht zu bearbeiten. Als besonders harter Stein erfordert er ein hohes Maß an Kunstfertigkeit. Die Steinmetze aus Arucas entwickelten sich deshalb zu den besten ihrer Zunft auf dem kanarischen Archipel. Der Beweis dafür ist die kunstvolle Rosette über dem Hauptportal. Die Kirche wurde nach den Plänen des katalanischen Architekten Juan Vega March entworfen und ist inspiriert von Gaudis berühmter „La Sagrada Familia“ in Barcelona.
Im Kircheninnenraum verdienen einige farbenprächtige Glasfenster Beachtung. Außerdem sind flämische Gemälde zu besichtigen, dazu italienische und andalusische Skulpturen, sowie kunstvolle Glaslüster und Säulen mit feingemeißelten Kapitellen. Als bedeutendstes Kunstwerk gilt die liegende Christusfigur des aus Arucas stammenden Expressionisten Manuel Ramos aus dem Jahre 1944. Wertvoll ist auch die älteste Skulptur in der Kirche, die aus dem 16. Jahrhundert stammende Figur von „San Juan el Chico“ in der Taufkapelle. Die Altstadt von Arucas wurde 1976 unter Denkmalschutz gestellt. Gepflegte Gartenanlagen und eine Vielzahl von Bürgerhäusern in verwinkelten Gassen zeugen von verflossenem Reichtum. In der Straße San Juan sind an dem Gebäude Casa de los Perez (18. Jahrhundert) typische Schmuckelemente der Mudejar- Architektur zu bestaunen. Ein Stück weiter steht die Casa Caubin (19. Jahrhundert), dessen Fassade mit dekorativen Steinblumen verziert ist. In der Straße Gourie steht das Kulturhaus – Casa de la Cultura (16. Jahrhundert).


Ursprünglich war das Gebäude ein typisch kanarisches Bürgerhaus mit einem Innenhof und langen holzgeschnitzten Holzkorridoren. Ein mächtiger alter Drachenbaum im Patio lädt zum Verweilen ein. Über die Straße Leon y Castillo erreicht man die Plaza de la Constitución. Im Mittelpunkt steht ein Denkmal, das zu Ehren des altkanarischen Heerführers Doramas errichtet wurde. Die meisten Gebäude an dem Platz wurden Ende des 19. Jahrhunderts im eklektizistischen Stil errichtet und viele Fassaden sind mit reichen Dekorationen gestaltet. Besonders beeindruckend ist das alte Rathaus – Casa Consistoriales. Am Rande der Plaza zeigen schmiedeeiserne Tore den Zugang zum Stadtpark. Der liebevoll angelegte Park ist von Bewässerungskanälen durchzogen. Von hier aus hat man einen Panoramablick über das weit ausgreifende Tal bis zum Atlantik. Unter Palmen, Araukarien und Drachenbäumen lässt es sich in den Anlagen wunderbar entspannen. Brunnen, Wasserspiele und Skulpturen sorgen für akustische und optische Abwechslung. Der Park war vormals im Privatbesitz der Familie Gourie, Gründer einer Rumfabrik in Arucas. Die herrschaftliche Villa steht am nördlichen Parkende. Heute sind in dem ehemaligen Herrensitz das Stadtmuseum und die Touristeninformation untergebracht. Von der oberen Allee des Stadtparks sieht man das mächtige Bauwerk „Heredad de Aguas de Arucas y Firgas“. Hier wurde über die Vergabe und Zuteilung des Wassers und der Nutzung von Wasserleitungen vor allen Dingen für die Landwirtschaft befunden und entschieden.

Nationalgetränk Dank ihres Fabrikschornsteins mit dem bekannten Schriftzug „Arehucas“ kann man die Rumdestille gleichen Namens nicht verfehlen. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Stadtparks. Das Brennen von Rum hat in Arucas schon eine jahrhundertlange Tradition. Die Destileria Arehucas ging aus einer 1884 gegründeten Zuckerfabrik hervor. In modernen Produktionshallen kann man heute zuschauen, wie das Nationalgetränk der Inselbewohner fermentiert, destilliert und eingekellert wird. In 6.000 Eichenfässern reift das hochprozentige alkoholische Getränk. Als besonders edler Tropfen gilt der „Ron Añejo“, ein zwölf Jahre gelagerte Rum. In das Holz der Eichenfässer geritzte Autogramme verweisen auf prominente Besucher: z. B. König Juan Carlos von Spanien, die berühmten Sänger Placido Domingo und Alfredo Kraus und auch Willy Brandt kam schon in den Genuss dieser kanarischen Spezialität. Auch Sie können sich diesen Berühmtheiten anschließen und in der hauseigenen Bodega die kanarischen Köstlichkeiten probieren und anschließend in dem kleinen Museum die zur Herstellung des „Ron Arehucas“ notwendigen Geräte, wie zum Beispiel alte Destilliergeräte besichtigen.
Die Umgebung An der Landstraße nach Banaderos (km 1) liegt in dem Anwesen „Casa de la Marquesa – Herzogin von Arucas“ der Garten (Jardin) der Hesperiden. Der kleine Palast war ursprünglich nur das Sommerhaus der Adelsfamilie. Vor rund 150 Jahren begann sie mit der Sammlung seltener Pflanzen und der systematischen Anlage des Botanischen Gartens. Die ältesten Drachenbäume Gran Canarias stehen hier neben seltenen Palmenarten. Quelle:hallocrancanaria

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5th Januar 2009

WOCHENMÄRKTE

WOCHENMÄRKTE
Agüimes: Donnerstag, 8.00 – 13.00 Uhr
Arguineguin: Plaza Negra Dienstag, 8.00 – 14.00 Uhr,
C.C. Ancora: Donnerstag, 8.00 – 14.00 Uhr
Arucas: Calle Francisco Gourier Samstag, 8.00 – 14.00 Uhr
Galdar: Plaza de Santiago Apostol Donnerstag, 8.00 – 14.00 Uhr
Las Palmas: Busbahnhof Parque San Telmo, Flohmarkt, Sonntag, 8.00 – 14.00 Uhr,
Vegueta, Kunsthandwerk, Sonntag, 10.00 – 14.00 Uhr
Playa del Inglés: Platz an der Station Mini Tren
Flohmarkt, Montag – Samstag, 19.30 – 23.30 Uhr
Puerto de Mogan: Freitag, 8.00 – 14.00 Uhr
San Fernando: Markthalle Mittwoch + Samstag, 8.00 – 14.00 Uhr,
San Mateo: Samstag, 8.00 – 20.00 Uhr Sonntag, 8.00 – 15.00 Uhr
Santa Brigida: Samstag, 8.00 – 20.00 Uhr
Telde: Busstation-Samstag, 8.00 – 14.00 Uhr
Teror: Sonntag, 8.00 – 14.00 Uhr
Vecindario Recinto Ferial Bauernmarkt Montag, 8.00 – 14.00 Uhr
Markt Mittwoch, 8.00 – 14.00 Uhr

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  • Gran Canaria ist der Inbegriff unbeschwerter Badefreuden. Die fast kreisrunde Hauptinsel der Kanaren – vor der Küste Nordwestafrikas gelegen – lockt das ganze Jahr über mit frühlingshaft milden Luft- und Wassertemperaturen. Aber Gran Canaria hat noch mehr zu bieten als Sonne, Sand und Reiserummel. Ein wenig entfernt von den belebten Stränden des Südens offenbart sich eine noch größtenteils ursprüngliche Inselwelt: An den Hängen der Täler leuchten weiß die kleinen Dörfer, deren Häuser mit kunstvoll geschnitzten Balkonen ausgestattet sind. Und zu den farbenprächtigen überschwenglichen Patronatsfesten und Prozessionen in den Dörfern sind Gäste stets willkommen. Auf unseren spezial-gran-canaria Seiten haben Sie die Wahl zwischen günstigen Charterflügen-Lastminute-Pauschal und Katalogreisen nach Gran-Canaria mit Bestpreisgarantie. Außerdem bieten wir Ihnen die aktuellen Angebote von Alltours, Neckermann und Schauinsland-Reisen nach Gran Canaria auf jeweils eigenen Veranstalter-Restplatzbörsen an.. Ihre Reise-Hotline berät Sie gerne und umfangreich zu Ihren Reisefragen. Nutzen Sie unser freundliches Service Team für Ihre persönlichen Reisewünsche. Günstige Reise wählen, buchen und bares Geld sparen.

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